Mel Gibson hat sich mit einigen zweifelhaften Aussagen in den letzten Jahren oft selbst Steine in den Weg gelegt. Mit seinem neusten Werk „Hacksaw Ridge“ konnte er endlich wieder mit positiven Schlagzeilen glänzen. Denn wenn der Mann eins kann, dann sind es gute Filme inszenieren.
So auch seine dritte Regiearbeit „Apocalypto“ aus dem Jahre 2006 , die die Kultur der Mayas thematisiert: Nachdem sein Dorf überfallen und geplündert wird , muss „der junge Pranke des Jaguars“ um sein eigenes und das Leben seiner Familie kämpfen.
Mit eher unbekannten amerikanischen Ureinwohnern als Schauspielern, schuf Gibson eine perfekt erzählte Geschichte in Mitten des unendeckten, südamerikanischen Dschungels des 17. Jahrhunderts.
Mel Gibsons Film ist historisch nicht ganz korrekt. Es darf stark angezweifelt werden , dass es Mayas gab, die im Dschungel gelebt haben, aber dies fungiert als dramaturgischer Schachzug und stört überhaupt nicht.
Der Atmosphäre dienend, wird in „Apocalypto“ ausschließlich in mayathanisch gesprochen und lediglich durch Untertitel übersetzt. Dies setze Gibson auch schon in seiner „Passion Christi“ gut um und auch hier will es passen.
Der Dschungel und die Stätten der Mayas sind in wunderschönen Bildern eingefangen. Generell sind das Setting und die Kostüme beeindruckend.
Ganz im Gegensatz zur Schönheit der Natur steht die Brutalität in „Apocalpyto“. Gibson ist dafür bekannt, dass er in seinen Filmen nicht zimperlich vorgeht, doch hier tobt er sich mit seinen Gewaltexzessen sehr aus. Das FSK ist hier völlig zurecht mit einer Freigabe ab 18 geregelt, denn „Apocalpyto “ ist wirklich ultra brutal.
Eine rasante Achterbahnfahrt, die ungemein realistisch dargestellt wird, fängt Gibson hervorragend ein und lässt dabei durch ständiges Mitfiebern nie Langeweile aufkommen.
8,5/10
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