The Witch

Leider hat die Promo zu „The Witch“ einen anderen Film angekündigt, als den, den man schlussendlich im Kino zu sehen bekommen  hat. Leider nicht im Sinne von einer Enttäuschung, nein ganz im Gegenteil, „The Witch “ ist ein unglaublich guter Film geworden.

Leider, weil die Promo einen dieser stereotypischen, für diese Zeit mit Jump-Scares überladenen Horrorfilm versprach und so von vielen als zu wenig Horror abgestempelt wurde.

„The Witch“ ist keiner dieser am Fließband produzierten Horrorfilme  bei denen alles nach Schema F abläuft. Robert Eggers Film ist ein sehr  intelligenter Gruselfilm, ja schon fast Thriller mit Einschlag zum Familiendrama, der von seinem elektrisierenden Stil lebt.

Aber was ist schon Horror?  Man erinnere sich an frühere Klassiker wie „Rosemary’s Baby“, die durch ihre düstere  und ungewisse Atmosphäre glänzten.

Ähnlich ist dies bei „The Witch“. Die ganze Zeit liegt das Unheimliche und Schaurige in der Luft. Man sieht es nicht, aber man spürt es. Je länger der Film geht, umso näher kommt es. Langsam, aber unbequem. Irgendwas stimmt nicht, man kann es sich aber nicht erklären. Was ist dort draußen im Wald, vor dem sich William und seine Familie im 17. Jahrhundert ein Leben aufbauen wollen?

Begleitet mit stellenweise nervenzerreißender Streichmusik, entwickelt sich „The Witch“ zu einem furchteinflößenden Drahtseilakt, bei dem man wie gefesselt zuschaut.

Dicht inszeniert, schauspielerisch auf top Niveau, ganz besonders die älteste Tochter, gespielt von Anya Taylor-Joy, überzeugt richtig gut, ist „The Witch“ ein morbider Film, der das Hexenbild bzw. den Umgang mit der Thematik  „realistisch“ und fein skizziert.

„The Witch“ ist andersartig und stellenweise  unangenehm anzuschauen. Wer mit falschen Erwartungen in diesen Film geht, wird enttäuscht. Er ist streitbar und spaltet  die Meinungen, aber so ist nunmal Kunst.

8,5/10

 

 

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