Die spanische Produktion „Die Haut, in der ich wohne“ ist nicht leicht zugänglich und wirr erzählt. Das Thema ist spannend, doch schöpft sein vorhandenes Potential nicht aus. Wobei die wahre Thematik erst im Laufe des Films ans Tageslicht kommt und man voher lange im Dunkeln tappt. Antonio Banderas spielt den hochveranlagten Doktor Robert Ledgard, der es geschafft hat künstliche Haut herzustellen und so Körper makellos zu reproduzieren.
Teilweise trashig und erst nach und nach schlüssig erzählt, werden die Personen nie richtig beleuchtet. Tiefe und Verständnis erhält man nicht von den Protagonisten, es bleibt kühl, so wie auch der ganze Film inszeniert ist. Man wünscht sich mehr Wissen über diverese Beziehungen innerhalb der Handlung, doch dies bleibt aus. Die Psyche ist nicht das Thema, vielmehr das Beobachten und die Fazination dafür, wozu der Mensch mit neusten Techniken in der Lage ist.
Der Twist des Films wird zu früh aufgelöst und scheint dann auch nicht mehr überraschend. Während „Die Haut, in der ich wohne“ die meiste Zeit über im Genre des Thrillers wiederzufinden ist, wird dies im Ende nicht konsequent durchgeführt, was ihn schlussendlich nicht strikt genug macht.
Interessante Grundthematik, die erzählerisch aber nicht viel zu bieten hat und nur an der Oberfläche kratzt.
5/10
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