Disney ist seit Tim Burtons „Alice im Wunderland“ aus dem Jahre 2010 dabei ihre Zeichentrickklassiker als Realfilme neu zu adaptieren und tat dies auch 2016 mit dem „Dschungelbuch“ von 1967.
„Das Dschungelbuch“ ist der erfolgreichste Film an den deutschen Kinokassen und bleibt durch seine Songs und Machart bis heute unvergessen.
„The Jungle Book“ von Jon Favreau hatte also eine große Hürde vor sich, hat diese aber mit Bravour gemeistert.
Die Neuverfilmung ist kein reines Remake des Klassikers, sondern hält sich mehr an die literarische Vorlage von Rudyard Kipling. Des Weiteren ist „The Jungle Book“ durchaus düsterer und ernster als die Verfilmung von 1967.
Der komplette Film wurde vor dem Greenscreen gedreht, was ihn vielleicht etwas kühler wirken lässt, doch man muss mit Anerkennung sagen, dass das CGI so hervorragend ist, dass man bald keinen Unterschied mehr zwischen realem Tier und Animation erkennt. Jedes einzelne Haar ist zu erkennen und Mimik und Gestik sind erstaunlich gut animiert.
Die Figuren sind toll und liebevoll geschrieben, vor allem der Bär Balu wächst einem wieder ans Herz.
Der junge Neel Sethi , der Mogli verkörpert, macht seine Sache gut , besonders wenn man bedenkt, dass er nur vor einer grünen Wand agieren musste und keine echten Mitspieler hatte.
Gesungen wird auch in dieser Adaption und spätestens wenn „Probiers mal mit Gemütlichkeit“ ertönt, fühlt man den Charme des Originals von 1967 und könnte sofort mitsummen.
„The Jungle Book“ bringt noch so viel Humor mit, sodass er ein perfektes Gleichgewicht findet und einen Film für jung und alt darstellt, obwohl die ganz Kleinen dann doch eher nochmal lieber zum älteren „Dschungelbuch“ greifen sollten.
Moderne, optisch bahnbrechende, etwas kühlere und düstere, aber dennoch hervorragend umgesetzte Neuverfilmung des allseits bekannten Klassikers.
8/10
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