Nachdem uns Guillmero del Toro 2013 mit „Pacific Rim“ einen großen Blockbusterstreifen für die breite Masse präsentierte, kehrte er 2015 mit seinem Herzensprojekt „Crimson Peak“ zu seinen Wurzeln zurück.
„Crimson Peak“ ist eine moderne Gothik-Romanze, gespickt mit einigen Horrorelementen, die nicht für jeden zugänglich sein wird. Durch diverese Trailer konnte man den Eindruck einer klassichen Geistergeschichte gewinnen, wer sich darauf einstellt, wird enttäuscht. Die Geister dienen in del Toros Werk als Metapher. Es geht um schreckliche Verbrechen, die Frage nach Schuld und die Sehnsucht nach Liebe.
Nach dem Mord an ihren Vater, reist die junge Edith zusammen mit ihrem Geliebten nach Nordengland, um dort in dessen altem Schloss unterzukommen. Geister aus der Vergangenheit, sowie aus der Gegenwart suchen sie heim, doch was steckt dahinter? Was hat es mit „Crimson Peak“ auf sich?
Mia Wasikowska, Tom Hiddleston, Jessica Chastain und Charlie Hunnam übernehmen die Hauptrollen und wissen allesamt zu gefallen. Das Vierergespann spielt sich die Bälle hin und her und gebannt verfolgt man deren unterschiedlichen Geschichten, die dann doch alle miteinander verknüpft sind.
Leider, und das ist das große Manko von „Crimson Peak“, ist der Verlauf zu leicht zu erraten. Wer von Beginn an genau hinschaut, erahnt schnell welches große Geheimnis verborgen zu sein scheint.
Die Kulisse, das Setting und die morbide Atmosphäre gleichen dies wieder aus. Der eigentliche Star des Films ist im Grunde auch das unglaublich gestaltete Haus, welches in monatelanger Arbeit konstruiert wurde. Es lebt förmlich.
So gut das Haus auch aussieht, ist das CGI in dem Film an einigen Stellen zu einfach geraten. Besonders die Gestaltung um das Anwesen herum wirkt zu künstlich. Die Geister hingegen sind eine klasse Mischung aus wunderbaren Masken und gut eingesetzen Computereffekten.
Mit „Crimson Peak“ kommt del Toro nicht an sein Meisterwerk „Pans Labyrinth“ ran, bietet aber schaurige und kurzweilige Unterhaltung, die großartige Bilder kreiert, aber zu vorhersehbar ist und nicht den ganz großen Spannungsbogen besitzt.
7/10
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