Eine Frau, die mitten im Wald alleine wohnt und überfallen wird, bietet im Genre des Horrorfilms ein altbekanntes Szenario, welches immer wieder kritisch hinterfragt werden muss. Warum zieht man als Frau alleine in den tiefsten Hinterwald?
In „Still“ wird dies mit der Taubstummheit der Protagonisten Maddie erklärt, die als Autorin arbeitet und sich weitesgehend zurückgezogen hat, um an ihrem neuen Buch zu schreiben. Kontakt hält sie über Facetime zu Familie und Freunden. Des Weiteren kommt ihre Nachbarin sie regelmäßig besuchen, der sie fleißig die Gebärensprache beibringt. Eines Abends dann wird sie von einem fremden Maskierten überrascht, der versucht in ihr Haus zu gelangen…
Es entwickelt sich ein typisches Katz und Maus- Spiel ,welches einzig durch das Element der Taubstummheit neue , wenn auch gute und interessante, Impulse versetzt bekommt. Daraus resultiert ein Thriller, der mit der ein oder anderen Gewaltspitze gepickt ist.
Leider bewegt sich der Film nur auf der Schicht der Oberfläche. Motive und Hintergrundinformationen über den Täter erhalten wir nicht. Dafür wird Maddie umso mehr beleuchtet. Ihre Geschichte ist aber nicht wirklich spannend und zu stereotypisch.
Insgesamt ist „Still“ ein launiger Film, der zwischendurch gerne mal gesehen werden darf und gut unterhält. Anspruchsvolle Kost vermittelt er nicht, muss und will er aber auch nicht.
5/10
Hinterlasse einen Kommentar