Nicholas Sparks Bücher strotzen nur so von Schmalz an Romantik und auch die Verfilmung seines Werks „Wie ein einziger Tag“ aus dem Jahre 2004 ist voll von Kitsch und genretypischen Phrasen. Im Endresulat ist er dann doch etwas stärker als vermutet, was vor allem an einem guten Ende liegt.
Während des Sommerurlaubs verlieben sich die junge Allie und der aus armen Verhältnissen stammenden Noah ineinander, doch das reiche Elternhaus von Allie stellt ihre Liebe auf die Probe. Parallel zu diesem Handlungsstrang erzählt ein älterer Herr einer demenzerkranten Frau eine Liebesgeschichte.
Den „großen“ Twist am Ende des Films dürfte jeder beim Lesen der Handlung schnell erraten. Dementsprechend ist er auch sehr spannungsarm und vorhersehbar geraten, was schade ist, da einige tolle Schauspieler hier versammelt wurden.
Schon damals bewies Ryan Gosling welch toller Schauspieler er doch ist und verleiht mit seinem verträumten Blick der Figur des Noahs viel Sympathie. Rachel McAdams ist hingegen eher nervend in der Rolle der aufgedrehten Allie und sie wird schnell störend. Glanzpunkte des Films sind mit Sicherheit die Szenen im Pflegeheim, wo James Garner und Gena Rowlands die beiden Protagonisten verkörpern.
Während des Sehens sieht man quasi den Schmalz von der Decke tropfen. Alle sehen perfekt aus und die Haare liegen bei jeder Situation optimal. Wenn nötig, wird dann nochmal eben ein Regenschauer hinzugefügt, um der Stimmung den letzten romantischen Stempel aufzudrücken. Weniger wäre hier mal wieder mehr gewesen, denn die Verfilmung besitzt Potential. Es wird sich viel Zeit für die einzelnen Figuren genommen und so fiebert man dann doch mit ihnen mit. Bei der oft unnötig rumschreiend Allie eher weniger. Ein klares Eigentor, da gerade bei einer Liebesbeziehung, die fesseln und uns etwas über die wahre Liebe erzählen soll, beide Partein zumindest ansatzweise sympathisch sein sollten.
Selbst wenn man sich durch den Film irgendwie durchgekämpft hat und man gar nichts mit solchen Werken anfangen kann, wird das Ende wahrscheinlich auch die ganz Hartgesottenen zumindest etwas weich werden lassen. Eine Träne darf hier ruhig mal verdrückt werden.
Die schöne Botschaft, dass wahre Liebe womöglich sogar schwerste Krankheiten, ja vielleicht sogar den Tod besiegen kann, lässt einen dann doch mit einem beachtlichen Gefühl zurück.
6/10
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