Seit dem Megahit „Conjuring“ aus dem Jahre 2013, ist das Franchise rundum das Ehepaar Warren und deren diversen paranormalen Erscheinungen stetig gewachsen. „Annabelle“ und „Conjuring 2“, Spin-off bzw. Fortsetzung des Gruselfilms von James Wan, der sein Gruseluniversum scheinbar immer weiter ausbauen möchte, waren dermaßen erfolgreich bei Fans und Kinokassen, dass man sich demnächst bei „Conjuring 3“ und vielen weiteren Spin-offs gruseln darf. Bereits dieses Jahr wurde man wieder in ein Spukhaus geschickt, um die Vorgeschichte zur finsteren Puppe Annabelle zu erfahren.
„Annabelle 2“ von David F. Sandberg setzt dabei auf die gleichen Stärken, wie es Wan bereits mit seinen beiden „Conjuring“- Teilen tat, weist aber leider auch die selben Schwächen auf.
Das Ehepaar Mullins nimmt, nach dem Tod ihrer geliebten Tochter, eine Gruppe Waisen und die Nonne Charlotte bei sich im alten Landhaus auf. Fernab von der Zivilisation muss die Gruppe schnell feststellen, dass irgendwas seltsames in diesem Haus vor sich geht…
Wir haben ein starkes Setting, wir haben gut aufgelegte Kinderdarsteller und wir haben viele Jump-Scares. Doch all dies ist nicht wirklich neu.
Zugegeben, Sandberg und sein Team weisen einige nette Ideen auf, wenn es darum geht Schocker- bzw. Spannungsmomente zu kreieren. Die Gefahren eines Treppenlifts bleiben besonders hängen, gerade dann, wenn man auf diesen angewiesen ist. Auch der Bogen der am Ende des Films zum Vorgänger gesponnen wird, ist durchaus gelungen. Ansonsten bleibt alles beim Alten.
Mut und Innovation sieht man in der Fortsetzung zum Spin-off „Annabelle“ nicht. Fans dieses Franchise werden darüber hinweg sehen können, hier verhält es sich ähnlich zu anderen großen Kino-Universen à la Marvel. Es reicht, wenn man die altbekannten Zutaten in einen Topf wirft und das ganze einmal kräftig durchrührt.
An vielen Ecken fehlt es an Logik und man fragt sich zu oft weshalb die Figuren so handeln wie sie gerade handeln. Des Weiteren stößt übel auf, dass, wie bereits in „Conjuring 2“, das Böse im Endeffekt zu leicht zu besiegen ist und man sich denkt, dass die Protagonisten vorher auf diese Idee hätten kommen können. Der Film wäre dann aber wahrscheinlich nur 25 Minuten lang gewesen.
Mittlerweile sieht man nicht mal mehr einen großen Unterschied zwischen den Häusern oder den ängstigen Kindern. Kulisse und Schauspieler sind, wie bereits gesagt, toll, aber all dies hat man schonmal gesehen.
Man weiß was gleich passiert, erschreckt sich dann aber doch. Dies ist ermüdend und clever gemacht zu gleich. Der Horror ist berechenbar, aber Fans wird Produzent und Regisseur Wan mit seinen Filmen weiterhin zahlreich ins Kino locken und somit viel Geld einspielen.
5/10
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