Vergessene Welt: Jurassic Park

Nächstes Jahr erwartet uns schon die vierte Fortsetzung von Steven Spielbergs revolutionären „Jurassic Park“ aus dem Jahre 1993. Mit „Jurassic World 2“ unter der Regie von Juan Antonio Bayona wird das Franchise hoffentlich wieder in die richtige Richtung gelenkt. Die Hoffnungen dürften groß sein, wenn man die zwar kurze, aber dennoch beachtliche Vita des spanischen Regisseurs beachtet.

Die direkte Fortsetzung „Vergessene Welt“, die vier Jahre nach den turbulenten Ereignissen im Dino-Park spielt, inszenierte Spielberg noch höchstpersönlich, während er beim dritten Teil auf dem Stuhl des Produzenten Platz nahm.

Die Dinosaurier haben überlebt! Auf einer zweiten Insel konnten sie sich unbemerkt entfalten und fortpflanzen. Der Gründer des Parks, John Hammond, schickt eine Gruppe Forscher auf die Insel, um die Dinos vor einer skrupellosen Jagd-Gruppe zu retten…

Die Story ist hier nur Mittel zum Zweck und dient ausschließlich der Unterhaltung. Nach Logik und Verstand muss nicht gefragt werden, doch Spielberg schafft es uns mit bester Dino-Action in den knapp 120 Minuten zu vergnügen.

Positiv fällt auch auf, dass wir im Vergeich zum ersten Teil nur noch ein Kind dabei haben, welches ebenfalls nicht ganz leicht zu vertragen ist, aber von den nervigen Enkeln John Hammonds doch weit entfernt ist.

Des Weiteren ist die Rückkehr von Jeff Goldblum ein großer Gewinn der Fortsetzung. Der Mann ist einfach ne coole Socke und ich freue mich sehr, dass er auch in „Jurassic World 2“ zu sehen sein wird. Ansonsten haben wir in weiteren Rollen noch Julianne Moore, Vince Vaughn und Pete Postlethwaite, die allesamt mehr oder weniger eindimsenionale und stereotypische Rollen einnehmen. Wirklich ausgeklügelte Figuren darf man in so einem Popcorn-Franchise, wie „Jurassic Park“ aber auch nicht erwarten.

Im Gegensatz zum ersten Teil haben wir nun von allem etwas mehr: mehr Dinos, mehr Action und noch mehr Effekte, die aber im Vergeich zu „Jurassic Park“ wirklich einen großen Schritt nach vorne gemacht haben und auch heute, 20 Jahre später, noch brilliant aussehen. Das ein oder andere CGI-Blockbuster-Gewitter von heute kann sich da eine Scheibe abschneiden. Viele „practical Effects“ wurden benutzt und das CGI nur ergänzend eingesetzt, also so wie es eigentlich sein sollte.

Anstatt einem T-Rex bekommen wir diesmal gleich zwei geboten und generell erhalten wir einen noch größeren Überblick über verschiendenste Arten der Urzeit-Tiere.

Dennoch ist Teil zwei der Dino-Saga nicht so innovativ wie sein Vorgänger und bleibt größtenteils sehr vorhersehbar, worunter die Spannung mitunter doch leidet. Außerdem hätten die zwei Stunden Lauflänge gerne noch um 10-15 Minuten gekürzt werden können, da, trotz zahlreicher Actionfrequenzen, es an der einen oder anderen Stelle hakt.

„Vergessene Welt: Jurassic Park“ ist insgesamt eine gute, wenn auch sehr typische Fortsetzung, die uns noch mehr Thrill und Action bietet, aber im Grunde nur oberflächlich beibt und keine richtigen neuen Ideen aufweist. Fans der Dinos werden aber voll auf ihre Kosten kommen.

7/10

 

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