Bevor es mit den Superheldenfilmen rundum Marvel und DC so richtig rund ging, erschien 2000 ein ganz besonderer, ein ganz eigener Superheldenfilm, der mit den heutigen Vertretern seiner Zunft nicht viel gemein hat, bis auf die Tatsache, dass es einen Helden gibt.
David Dunn überlebt als einziger ein schweres Zugunglück und gerät in Kontakt mit dem zwielichtigen Elijah Price, der ihm mehr und mehr beibringt, dass in ihm größeres steckt, als zunächst angenommen…
M. Night Shyamalan arbeitete nach dem Erfolg durch seine bisher besten Film „The Sixth Sense“ erneut mit Bruce Willis zusammen, der hier Dunn verkörpert und, wie bereits beim Gruselfilm aus dem Jahre 1999, großartig agiert. Der Mann hat einfach Charisma und weiß so gut wie in jeder Rolle zu gefallen.
Im Vordergrund stehen nicht, wie bei heutigen typischen Superheldenfilmen üblich, die großen Effekte und die krasse Action. Viel mehr geht es um die Suche nach Identität und der passenden Rolle innerhalb einer Gesellschaft. Eine Ehekrise und deren Bewältigung sind nicht unbedingt Themen, die man in diesem Genre erwarten würde. „Unbreakable“ ist eine bunte Mischung aus Drama und Comic.
In der ersten Hälfte des Films wird durch eine tolle Kamera-und Schauspielleistung die Situation einer Familie porträtiert, die sich am Scheideweg befindet. Dunn wird als Held dargestellt und er macht sich auf die Suche nach sich selbst.
Hier beginnt eine Schwäche des Films. Er ist durchgängig realistisch und spielt in keinem Zwischenuniversum, sondern genau unter uns. Deshalb wäre es spannend gewesen, wenn der Umgang mit dem Wissen anders und besonders zu sein genauer und intensiver präsentiert worden wäre. Hier wird das Thema, welches in den ersten 45 Minuten stark aufgebaut wurde, nicht ganz konsequent fortgeführt.
Die ganz große Überraschung am Ende bleibt diesmal aus. Shyamalan hat es eilig und bringt seinen Film schnell zu Ende. Eine etwas größere Ausarbeitung hätte ihm sicherlich gut getan und hinterlässt einen faden Beigeschmack.
Alles in allem ist „Unbreakable“ eine tolle und erwachsene Homage an den Comic und liefert uns die ein oder andere Anspielung an den Kampf „Gut gegen Böse“. Trotz spannenden Ansätzen, schafft er es nicht seine Thematik zu vollenden.
7,5/10
Kleiner Tipp: Bevor man sich Shyamalan neusten Film „Split“ ansieht, unbedingt nochmal „Unbreakable“ gucken.
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