Ein Haufen von Männern, die sich zusammenschließen, um das Böse zu bekämpfen ist ein altbewährtes Motiv in Filmen und wurde schon oft so umgesetzt. Ruben Fleischer hatte mit seinem „Gangster Squad“ eindeutig Brian De Palmas „The Untouchables“ aus dem Jahre 1987 mit u.a. Kevin Costner und Sean Connery als Vorbild, erreicht aber nie dessen Genialität.
Der Polizist John O´Mara wird beauftragt sich eine Mannschaft zusammenzustellen, um dem Treiben des Mafiabosses Mickey Cohen ein Ende zusetzten. Es beginnt ein blutiger Krieg in Mitten des Los Angeles der 40er Jahre…
Fleischers Werk ist überdurschnittlich stark besetzt mit Stars wie Josh Brolin, Sean Penn oder dem Hollywood Traumpaar Emma Stone und Ryan Gosling , welches zuletzt in „La la Land“ brillierte.
Penn als Ganove oder Brolin als Anführer des Squads, dies mag durchaus gelingen und sehr gute Schauspieler können eigentlich nicht weniger als gut agieren, doch es fehlt der Charme und das gewisse Etwas, welche z.b. bei „The Untouchables“ vorhanden waren. Diese Abstinenz mag nicht unbedingt an den Schauspielern liegen, sondern viel mehr an dem Stil des Films.
„Gangster Squad“ erinnert stark an ein Videospiel und liefert einen comichaften Retrolook, der zu aufgesetzt wirkt und auf cool getrimmt ist. Das Raue und die Imperfektion kommt dem Film ab, was widerum in diesem Genre sehr wichtig ist.
Die Actionszenen, welche im Minutentakt vorkommen, sind gut gefilmt und bieten rasante Unterhaltung , sodass es selten langweilig wird, man aber trotzdem nicht mit den Figuren mitfiebert, da sie zwar sympathisch, aber nie wirklich besonders werden.
So kann man sagen, dass der Gangsterfilm von 2013 ein durchaus spaßiger, blutiger und kurzweiliger Ausflug in die korrupte Welt des Los Angeles der 40er Jahre ist, aber an einigen Stellen ernster hätte sein können, insgesamt nichts Neues bietet und nur durch einen zu aufgesetzten Look aus einer breiten Masse hervorsticht.
6/10
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