Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen

Zwei Jahre nach dem großen Erfolg von Teil eins erschien vor einigen Wochen der zweite Film der neuen „Phantastischen Tierwesen“- Reihe, bei der insgesamt fünf Werke geplant sind. „Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen“ setzt wie der Titel bereits verrät den Fokus auf den schwarzen Magier Grindelwald, den man schon am Ende von Teil eins kurz sehen konnte und von Johnny Depp gespielt wird.

Im zweiten Film rundum Newt Scamander und seine magischen Geschöpfe erleben wir nun die Zauberwelt in Paris. Grindelwald, der in „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ verhaftet wurde, konnte aus seiner Gefangenschaft fliehen und plant nun in Paris eine Gefolgschaft um sich herum zu vereinen, um die Welt der Menschen zu unterdrücken. Newt, Tina, Queenie und Kowalski gelangen durch unterschiedliche Gegebenheiten auch nach Paris und versuchen sich gegen Grindelwald zu stellen…

Im Grunde haben wir denselben Cast vorzufinden, den wir bereits in Teil eins bewundern konnten. Ergänzt wird dieser hauptsächlich durch Jude Law, der den jungen Albus Dumbledore verkörpert, und Johnny Depp, der im ersten Film in nur einer Frequenz zu sehen war.

Dass diese beiden Schauspieler beziehungsweise ihre Figuren nun auftreten, ist ein großer Pluspunkt in diesem Film, denn die anderen Darsteller fallen im Vergleich zum Vorgänger deutlich ab. Ihre Figuren sind weniger interessant, spannend oder herzerwärmend, sondern teilweise peinlich und nervig. Besonders das ständige Schwärmen von Newt für Tina geht dabei auf die Nerven. Mit dem Verhalten von erwachsenen Personen hat dies wenig zu tun und die eingebauten Gags zünden nicht wirklich.

Viel lieber möchte man mehr von Grindelwald und Dumbledore erfahren. Ihre angedeutete sexuelle Beziehung ist mal wirklich was Neues und verspricht in den weiteren Teilen viel Spannung mit sich zu bringen.

Für alle Potter-Fans gibt es darüber hinaus einige Gänsehautmomente, wenn das Setting nach Hogwarts wechselt und die altbekannte Melodie ertönt. Insgesamt ist „Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen“ optisch nochmal einen Tick besser als sein Vorgänger, wirkt tricktechnisch ausgeglichener und kann mit der visuellen Gestaltung von Paris in den 20er und der Tierwesen punkten.

Während Effekte überzeugen und auch eine nochmal düsterere Stimmung aufgebaut wird, mangelt es hier leider verstärkt an der Geschichte. „Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen“ ist deutlich zu lang geworden und zieht sich im Mittelteil extrem. Wenn die Figuren durch Paris irren hat das weder Hand noch Fuß. Viel zu viele Lückenfüller werden in die Geschichte eingebaut, die rein gar nichts mit der eigentlichen Handlung zu tun haben.

Des Weiteren geht die künstlich erzeugte Emotionalität beim großen „Finale“ nicht auf, da Figuren plötzlich um ihr Leben fürchten müssen oder es sogar verlieren, die im gesamten Film eher Nebendarsteller waren.

„Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen“ vermag es die Grundstimmung von Teil eins gut weiterzuentwickeln und kann dabei auf einen wunderbar aufgelegten Jude Law und Johnny Depp zurückgreifen, während der restliche Cast aber abfällt. Optisch mal wieder beeindruckend, gelingt es dem Film allerdings nicht den Rhythmus und das Tempo aufzubauen, um den Zuschauer die ganze Zeit an die Geschichte zu fesseln. So bleibt unterm Strich leider nur ein Zwischenteil, der keine eigene Story erzählen zu vermag, sondern nur am Anfang und am Ende richtig spannend wird.

6/10

 

 

 

 

 

2 Antworten auf „Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen

Add yours

Hinterlasse eine Antwort zu derfilmkritikerblog Antwort abbrechen

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑